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Freizeit

Jalta

Jalta

Jalta ist der wohl bekannteste Bade- und Urlaubsort der Krim und seine Hauptattraktionen im langen Krim-Sommer sind die Strände und die großzügige Uferpromenade. Die Stadt hat aber noch weitaus mehr zu bieten, war sie doch einst ein "Künstlertreffpunkt", wo u.a. Tschechow seinen Lebensabend verbrachte. Tschechows Haus, auch als "Weiße Datscha" bezeichnet, ist heute ein pittoreskes Museum. An den originalen Interieurs wurde seit dem Tod des Schriftstellers kaum etwas verändert. Auch der Garten des Hauses ist eine Attraktion, da Tschechow ein großer Pflanzenfreund war. Jaltas Erholungsstätten, Paläste und Parkanlagen der Vergangenheit werden heute zumeist wieder sorgfältig gepflegt und sind eine Besichtigung wert.

Liwadija

In Liwadija, einem Vorort Jaltas, liegt der "Weiße Palast", der dem letzten russischen Zaren Nikolaus II. und seiner Familie als bevorzugte Residenz diente. Im heutigen Museum sind ihre Wohnräume mit Originaleinrichtung und vielen persönlichen Gegenständen zu besichtigen. Zudem fand hier im Februar 1945 die berühmte "Konferenz von Jalta" statt, auf der Churchill, Roosevelt und Stalin die europäische Nachkriegsordnung und u.a. auch die Teilung Deutschlands beschlossen. Auch die Konferenzräume sind einer Besichtigung zugänglich.

Chersones

Westlich des Zentrums von Sewastopol sind die Ruinen der antiken Stadt Chersones zu besichtigen. Sie wurde bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Kolonisten gegründet. Im Museum auf dem Gelände sind zahlreiche weitere Ausgrabungsfunde ausgestellt, u.a. Mosaikstücke, Schrifttafeln, Schmuck, Münzen und Haushaltsgegenstände. Die weiträumige Ausgrabungsstätte ist an einer malerischen Bucht gelegen, die wiederum zu einem erfrischenden Bad im Schwarzen Meer einlädt. So ist schon allein Chersones einen Tagesausflug nach Sewastopol wert.

Bachtschissaraj

Die ehemalige Hauptstadt des Krim-Khanats ist in der Vorgebirgsregion der Krim gelegen. Während vieler Jahrhunderte war Bachtschissaraj (was soviel wie "Palast der Gärten" bedeutet) Grenzstadt zwischen der Großen Steppe und dem Byzantinischen Reich. In dieser Grenzlage dürfte der Grund für die besondere Geschichte und Kultur Bachtschissarajs liegen. Auch heute hat die Altstadt den Charme einer kleinen muslimischen Siedlung bewahrt.

Sewastopol

Sewastopol war der wichtigste Stützpunkt der russisch-zaristischen und schließlich sowjetischen "Schwarzmeerflotte" und konnte bis 1996 von Ortsfremden nur mit einer speziellen Genehmigung betreten werden. Im Krimkrieg von 1853-1856 unterlag die Stadt nach einem 349-tägigen Verteidigungskampf den Angriffen der englisch-französisch-osmanischen Allianz. Hieran erinnert das "Panorama-Museum", ein Rundbau, dessen komplette Innenwand ein 100 m langes und 14 m hohes Gemälde mit einer Schlachtenszene ziert. Wer sich für die Geschichte der Schwarzmeerflotte interessiert, kann sich darüber in einem ihr eigens gewidmeten Museum informieren. Es lohnt sich aber auch, einfach durch diese Hafenstadt zu bummeln und die Atmosphäre der vielen Schiffe und des Schwarzen Meeres auf sich wirken zu lassen.






01.03.2011